Subakute Entzündung der Schilddrüse (Thyreoiditis de Quervain)

Eine Sonderform der Schilddrüsenentzündung ist die so genannte "Subakute Thyreoiditis", die erstmals 1904 von dem Wissenschaftler Fritz de Quervain beschrieben und später nach diesem benannt wurde.

Die Ursache dieser Erkrankung ist noch unklar. Man vermutet ursprünglich Virusinfekte, die zu einer unspezifischen entzündlichen Reaktion des Schilddrüsengewebes führen. Merkmale sind:

  • Schmerzen im Halsbereich mit Ausstrahung in die Ohrregion, dabei erhebliches Krankheitsgefühl, oft mit Fieber
  • derbe, meist schmerzhafte lokalisierte Schwellung in einem oder beiden Schilddrüsenlappen
  • Sonographie: oft unscharf begrenzte echoarme Bezirke
  • Labor: TSH niedrig, FT3 und FT4 oft leicht bis mäßig erhöht, BKS und CRP erhöht
  • Szintigraphie: meist fehlende Speicherung trotz der "latenten Überfunktion"

Therapeutisch läßt sich diese Erkrankung oft sehr kurzfristig und schnell behandeln, allerdings sind Rezidive (Wiederaufflammen der Entzündung) recht häufig. Wichtig: Es besteht zunächst keine Operations-Indikation, man muss allerdings die Diagnose sicher gestellt haben, bevor konservativ behandelt wird. Diese Erkrankung darf nicht mit der Hashimoto-Thyreoiditis verwechselt werden.
Mehr dazu: Artikel von Dr. Beyer zur subakuten Thyreoiditis (PDF-File, 209 kB),


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