| Knochenstoffwechsel |
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Wie werden diese Umbauvorgänge nun im Einzelnen gesteuert? |
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| Im Knochen existieren Zellen, die den Abbau bewerkstelligen (Osteoklasten), und Zellen, die für den Wiederanbau zuständig sind (Osteoblasten). Auf der nebenstehenden Grafik ist vereinfacht dargestellt, dass zunächst die Osteoklasten mit dem Abräumen von Knochenmaterial an den Knochenbälkchen beginnen (rechte Seite). Sie besitzen einen Bürstensaum am knochenseitigen Ende. Ihnen folgen die Osteoblasten (links im Bild) mit der Anbauaktivität. Ein solcher Vorgang dauert vom Beginn des Abbaus bis zum vollständigen Wiederaufbau von funktionsfähigem Knochen etwa drei Monate. Verschiedene Medikamente greifen in dieses System ein. |
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| In
den letzten Jahren hat man besser verstanden, wie die Steuerung der
Zellaktivitäten vor sich geht: Die Osteoblasten produzieren sowohl
einen Aktivator der Osteoklasten (RANK-Ligand) als auch einen
Schutzfaktor des Knochens, das Osteoprotegerin, welches den Aktivator
abfängt (bindet) und außer Funktion setzt. RANK-Ligand bewirkt eine
Umwandlung der Osteoklasten-Vorstufen in die funktionstüchtigen
Osteoklasten, die erst so in der Lage sind, Knochen abzubauen. Äußere Faktoren können das Verhältnis von RANK-Ligand und Osteoprotegerin beeinflussen: Östrogene, Calcium und Bewegung begünstigen unter vielen anderen Faktoren das schützende Osteoprotegerin. Cortison, Parathormon aus der Nebenschilddrüse sowie entzündliche Veränderungen (z. B. Rheuma) hingegen führen zu vermehrtem RANK-Ligand. Umgekehrt wird durch die Osteoklastentätigkeit ein Gewebefaktor (TGF-ß) freigesetzt, der wiederum die Osteoblasten zur Mehrarbeit stimuliert. Diese Aufzählungen bzw. Erklärungen sind stark vereinfacht, geben jedoch einen Eindruck von der Komplexizität der Regulation. |
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