| Hormone in den Wechseljahren
|
|
|
Was galt früher ?
Die Annahme, dass eine
Hormon-Ersatz-Therapie in der Menopause zu einer Abnahme des
Herzinfarktrisikos führe, wurde aus den Ergebnissen einer Vielzahl epidemiologischer Studien abgeleitet, die
eine geringere Anzahl von Herzinfarkten bei Frauen unter einer Hormon-Ersatztherapie nachgewiesen
haben. |
|
| Die Diskussion Seit ca 1998 - 2000 wurde die Reduktion des Gefäßrisikos kontrovers diskutiert. Vorläufige Ergebnisse einer sog. „randomisierten Doppelblindstudie“ hatten keinen Vorteil der Hormon-Ersatz-Therapie in Bezug auf das Herzinfarktrisiko ergeben. (Randomisierte Doppelblindstudien, bei denen weder Arzt noch Patient weiss, ob das Hormon oder ein Placebo verabreicht wurde, werden als die mit Abstand aussagekräftigsten Studien angesehen.) |
|
|
Die Ergebnisse der "Women's Health Initiative Study"
|
![]() |
| Die "One Million Women Study" August 2003: Diese Studie erfasst nahezu 25 % der weiblichen Bevölkerung in Großbritannien im Alter zwischen 50-64 Jahren. Mehr dazu ... (PDF-File, 21 kB)
|
|
|
Gibt es triftige Gründe, Östrogene in den Wechseljahren einzunehmen? |
|
|
Wechseljahrsbeschwerden
|
|
Die Gabe von Östrogenen ist oft in der Lage, diese Beschwerden zu beheben, die Lebensqualität wieder zu normalisieren. Deswegen stellen die Östrogene ein wichtiges Therapieprinzip dar. Wie für jede Therapie muss allerdings eine Risikoabwägung erfolgen. Jede Patientin muss - nach eingehender ärztlicher Beratung - für sich entscheiden, ob die Beschwerden so erheblich sind, dass sie ein zusätzliches, wenn auch geringes Risiko auf sich nehmen will. Bessern sich die Wechseljahrsbeschwerden
unter einer Therapie allerdings nicht wesentlich, so besteht kein Grund
für eine Fortführung der kombinierten Hormonersatztherapie in
der Menopause. |
|
| Was empfehlen wir? In vielen vorliegenden Studie wurde der positive Effekt einer Östrogen-Gestagen-Therapie in der Menopause auf die Verhinderung von Oberschenkelhalsfrakturen gezeigt. Bei Vorliegen einer Osteoporose und gleichzeitig bestehenden klimakterischen Beschwerden ist der Hormon-Ersatz unter Inanspruchnahme regelmäßiger gynäkologischer Vorsorgeuntersuchungen die Therapie der ersten Wahl. Insbesondere nach einer Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) gibt es Daten aus der WHI-Studie, die die Risiken einer alleinigen Östrogengabe (Monotherapie) nicht mehr in einem dramatischen Licht erscheinen lassen (s. Download des Newsletters der Deutschen Menopause Gesellschaft vom Juni 2011) Für die Behandlung der Menopausen-Osteoporose stehen neben den Östrogenen weitere effektive Medikamente zur Verfügung. Wenn keine klimakterischen Beschwerden bestehen, sollte diesen der Vorzug gegeben werden. |
|
|
Was ist offiziell?
|
|
Home |
|